Ich habe bei der Planung meiner Modelleisenbahn eine Kehrschleife mehr oder weniger unbewusst eingebaut. Hier ist aufgrund der Umkehrung der Polarität einiges zu beachten, da es schnell zu einem Kurzschluss kommen kann. Dieser würde dann in Verbindung mit der Roco Z21 den ganzen Fahrbetrieb stilllegen, weil die Gleise Kurzschluss überwacht sind.

Im Digitalbetrieb löst man das Ganze über ein Kehrschleifenmodul. Das Modul überwacht den betreffenden Gleisabschnitt und verhindert, dass durch das Befahren mit einem Zug ein Kurzschluss entstehen kann. Hier gibt es mehrere Lösungen. Ich habe mich für ein Kehrschleifenmodul von der Firma Littfinski entschieden, da ich die Lösung der kurzschlussfreien Umpolung über Sensorgleise als beste Lösung halte. Bei dem Bau ist einiges zu beachten.

Auszug der Anleitung von der Herstellerseite:

Kehrschleifenmodul
  • Beide Schienen der Sensorgleise (A1/B1 und A2/B2) und der Kehrschleife (AK/BK) werden komplett isoliert und mit den entsprechend beschrifteten Klemmen des Kehrschleifenmoduls KSM-SG verbunden.
  • Für die Sensorgleise ist eine Länge von 5 bis 20cm optimal.
  • Das Kehrschleifengleis muss mindestens so lang sein, wie der längste Zug auf der Anlage.
  • Der Digitalstrom, der vom Kehrschleifenmodul KSM-SG geschaltet wird, kann bis zu 8 Ampere betragen.
  • Durch die externe Versorgungsmöglichkeit ist eine einfache Überwachung der Kehrschleife mit Gleisbelegtmeldern (z.B. RM-GB-8-N oder RS-8) möglich. Die Sensorgleise werden dabei mit überwacht.
Kehrschleife

Umsetzung der Kehrschleife

Verwendung fand ein Modellbautrafo von Arnold für die Stromversorgung mit Wechselstrom für das Kehrschleifenmodul. Dann habe ich 2 Sensorgleise und eine Stromversorgung für die Kehrschleife eingeplant. Alle betreffenden Schienen wurden mittels Schienenverbinder aus Kunststoff nach Anschlussplan isoliert, 3 Schienen bekamen Drähte mittig für den Anschluss der Kabel angelötet, 2 Sensorgleise und eine Stromversorgung. Die Kabel von den Gleisen habe ich mittels Wago Klemmen verlängert und nach Plan an das Kehrschleifenmodul angeschlossen. Außerdem wurde eine Verbindung zum Fahrstromkreis der Bahn hergestellt. Eine Gleisüberwachung wurde nicht installiert.

Nach beenden der Baumaßnahme wurde der letzte Abschnitt in der Elektrik vollendet. Der Zug kann nun durchgehend auf der ganzen Platte fahren. Jetzt stehen Ausbesserungsarbeiten am Gleisbett an.